Erfahrung – Es lohnt sich!

Es lohnt sich!
Mein erstes Mal

Gestern war ich das allererste Mal in der Gebetshütte auf dem Mittelaltermarkt dabei.

Ich bin begeistert!
(Deshalb muß ich das auch hier berichten)

Mich hatte auf der Schulung angesprochen, daß wir uns auf unseren Einsatz am jeweiligen Tag schon vorher bei Gott vorbereiten sollten.
Das habe ich dann auch getan (und das war gut so).

Ich war unsicher und habe mich bislang schwer getan, die Leitung des Heiligen Geistes zu erkennen, wenn ich in ein Gespräch mit Menschen kam.
Deshalb habe ich immer wieder darum gebetet, daß der Heilige Geist mich doch deutlich leite in dem, was ich agen oder antworten würde (und sollte).

Kurz vor meiner Schichtzeit war ich rechtzeitig an der Gebetshütte. Da ich alleine in meinem Bereich war, konnte ich nur im Stillen das V-I-P [Vision/Information/Prayer] Gebet , das Bastian angeregt hat, wahrnehmen.

Dann setzte ich mich zu Sabine, die vor mir IN der Gebetshütte den Einsatz übernommen hatte. Sie war im Kontakt mit einem etwa 7 Jährigen Mädchen. Ich war total erstaunt darüber, wie einfühlsam und geschickt Sabine  dem Mädchen begegnete.

Sabines Beispiel hat mich sehr ermutigt: Ich kann doch auch so natürlich sein.
Denn ausgerechnet mit dem Einsatz IN der Hütte zu beginnen, war für mich eine große Herausforderung, ein  Wagnis: Würde ich Eindrücke von Gott bekommen für die Person, die Antworten oder Hilfe suchte?

Dann war ich alleine, meine Zeit begann.
Würde überhaupt jemand kommen?

Es war der erste Tag des Mittelaltermarktes, es war Montag, der erste Tag der Arbeitswoche. Doch: Der Markt war richtig gut besucht. Ich war sehr überrascht, das hatte ich nicht erwartet.

Nach vielleicht 2 Minuten meines Dienstbeginnes kamen ein junger Mann und eine junge Frau mit ihrer Tochter in die Hütte herein. Der junge Mann war sehr eloquent, gesprächsbereit: Er wollte Antworten, wollte Hilfe in einer wichtigen Angelegenheit. Er wollte sie nicht für sich, sondern für seine Begleiterin. Diese war zurückhaltend, eher gehemmt.
Ich hörte mir seine Herausforderung an und wartete ab, wann er etwas von mir hören wollte. Dann sprach ich ruhig (auch innerlich ruhig) und überlegt; vermied es, ihm etwas aufdrücken zu wollen; überlegte, wie ich sachlich Gottes Gedanken (so, wie ich sie erkannte) ausdrücken konnte.
Dabei betete ich auch eine Stoß-Bitte: Heiliger Geist, ist das gut so, sage ich, was Du möchtest? Und dann merkte ich, wie es einfach gut lief. Es waren wirklich nicht meine eigen(sinnig)en Worte, es war geführt.

Ich weiß nicht, wie ihnen das geholfen hat, aber hinterher wußte ich, daß sie mit Gott in Kontakt gekommen sind. Wie sie damit umgehen, kann ich nicht sagen, aber ich weiß: Es ist Gott, der am Wirken ist.

Habe ich gesagt: „Dann war ich alleine, meine Zeit begann.“?
Das stimmte gar nicht.
Am Feuer war eine Mitstreiterin. Der Kirchendiener war da. Der kam auch immer wieder rein, auch er sprach auch mit den Menschen, die wir einluden.
All die Unsicherheit, die Befürchtung, „es“ nicht hinzubekommen, waren völlig überflüssig.
Gott war da und Gott war mit uns!

Kaum waren die ersten Besucher gegangen, kamen 2 junge Frauen herein.
Sie waren unsicher, aber die eine wollte ebenfalls Hilfe, so sehr, daß sie ihre Unsicherheit überwand. So traten sie dann nach einigem Zögern doch herein.
Ich hörte zu, fragte nach, doch ohnezu sehr ins Detail zu gehen [keine Neugier]. Dann fragte ich, ob ich für sie
beten dürfte. Ich betete für die junge Frau.
Ich hatte keine Lösung für ihr Problem. Ich konnte ihr nichts sicher versprechen (zusagen).
Aber ich wußte: Wir haben es Gott hingelegt – und Er wird sich der Sache annehmen.

Nach dieser Begegnung war es eine Weile ruhig.
Doch im Verlauf der 2 stündigen Schicht kamen noch mehrere Grüppchen in die Hütte.
Manche neugierig, aber unsicher. Andere nur, um sich mal zu setzen.
Eine Frau, die reden wollte, die einfach mal ihre Last mitteilen wollte.
2 junge Frauen kamen herein, um das Innere der Gebetshütte zu betrachten, die ihnen gefiel. Dann kamen 2 andere junge Frauen dazu, und obwohl sich die beiden Gruppen nicht kannten, kamen sie in ein Gespräch, das ihnen weiterhalf, denn alle waren Studentinnen und konnten sich hilfreiche Informationen weitergeben.

Mein Fazit:
Der Abend war erfüllter, als ich in meiner Unsicherheit „befürchtet“ hatte:
Es kamen Menschen, es gab Kontakte, wir konnten ihnen Gutes tun.
Die Angst, nicht zu genügen, „es nicht zu bringen“, war als Lüge bloß gestellt.

Gott war da, der Heilige Geist war da. Er war mit uns. Und mit mir

Es hat sich gelohnt!

Stefan Rust 25.11.2025

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